DMSB festigt Basis für Deutsche Rallye-Top-Liga
Seit der grundlegenden Umstrukturierung der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) im Jahr 2007 bietet Deutschlands höchste Rallye-Liga spannenden Sport und packende Fights um den Sieg. Es gibt eine bis dato nicht gekannte Ausgeglichenheit der Chancen. 2009 gelang Olaf Dobberkau im Porsche 911 GT3 erstmals nach über 25 Jahren der Sieg mit einem heckangetriebenen GT-Boliden in der DRM-Neuzeit. Der Titel ging 2009 nach vielen spannenden Sekundenkämpfen jedoch an Hermann Gaßner. Jedoch nicht wie 2007 und 2008 an den inzwischen vierfachen Meister, sondern an dessen 20-jährigen Sohn Hermann Gaßner Junior. Der 2010 durch sein international angelegtes Rallyeprogramm nicht in der DRM vertretene Surheimer setzte sich in einem packenden Mehrkampf durch, der die Fans während der gesamten Saison in Atem hielt.
Auch für 2010 wurden die technischen Rahmenbedingungen und der zukunftsorientierte Wertungsmodus weitgehend beibehalten. Das attraktive Reglement wurde lediglich einem Feinschliff unterzogen, bei dem viele Anregungen aus Kreisen der aktiven Teilnehmer aufgegriffen wurden. Teams mit Fahrzeugen aus den nationalen Gruppen F, H, G und AT-G durften immer schon an den Läufen zur DRM teilnehmen. Ab 2010 bekommen sie nun auch Meisterschaftspunkte. Sie ermitteln innerhalb der vier zusätzlich eingerichteten Divisionen den jeweiligen DRM-Divisions-Sieger. So wird weiter daran gearbeitet, die Meisterschaft zu einem Championat zu entwickeln, das für Fahrer, Fans, Organisatoren und Sponsoren gleichermaßen attraktiv ist. 2010 warten fünf anspruchsvolle Rallyes auf sie. Die Events wurden noch kompakter, noch publikumsfreundlicher und noch günstiger für die Teams. Für Fans und Fahrer aber ebenso wichtig: Auch weiterhin beleben Gaststarter und attraktive Rahmenserien die einzelnen Läufe.
Zukunftsorientierte Fahrzeug-Gruppen bereichern das Starterfeld
Mit der Überarbeitung des DRM-Reglements für die Saison 2007 übernahm der DMSB in Europa eine Vorreiter-Rolle. Seither sind die erst mit der Saison 2008 bei der FIA eingeführten Fahrzeuggruppen Rallye 1 bis Rallye 3 (kurz: R1 bis R3) punktberechtigt. Ähnlich ist es mit der Fahrzeugkategorie „Rallye Super 2000“, die seit 2007 in der Welt- und Europameisterschaft eingesetzt werden kann. Auch hier bot der DMSB mit der DRM die erste nationale Serie als Heimat dieser attraktiven Fahrzeuge. Offen ist das Reglement auch weiterhin für zwei besonders attraktive Fahrzeuggruppen: Die GT2- und GT3-Fahrzeuge fighten in der Division 1 mit den bulligsten Gruppe-N- und Gruppe-A-Fahrzeugen. Die Wertung für Dieselfahrzeuge unterstreicht die wachsende Bedeutung der Turbo-Selbstzünder auf dem Pkw-Markt.
Offene Bühne
Bei allen Neuerungen im Championat bleibt eine Eigenschaft der DRM erhalten: Die Meisterschaft präsentiert sich als offene Bühne mit größter Nähe zwischen Fans und Aktiven. Wohl nirgendwo sind die besten Rallyepiloten der Republik sonst im wahrsten Sinne des Worts greifbar nahe. Und auch in Zukunft ist es das erklärte Ziel aller Organisatoren und Aktiven, dieses besondere Flair zu erhalten und zu fördern. Wer im DRM-Servicepark seine Runde macht, der erlebt Motorsport hautnah. Autogrammwünsche, Benzingespräche und Erinnerungsfotos mit Fahrern sind an der Tagesordnung. Ganz ähnlich am Rand der Wertungsprüfungen: Wer dort zum ersten Mal einen Zuschauerpunkt ansteuert, wird nicht nur über die Eintrittspreise staunen, die meist weit unter dem liegen, was in anderen Sportarten üblich ist. Auch das Publikum ist außergewöhnlich fachkundig und freundlich. Wer fragt, findet fast immer Fans, die nicht mit Tipps und Infos geizen – herzlich willkommen beim Motorsport zum Anfassen.
