Mysliwietz erobert DRM-Divisionsführung zurück
(Teaminfo) Soll der Divisionstitel auch in diesem Jahr gewonnen werden, muss die zweite Saisonhälfte optimal verlaufen: Was so einfach klingt, ist für Lars Mysliwietz und Oliver Schumacher in der Praxis durch jede Menge Unwägbarkeiten ein äußerst schwieriges Unterfangen. Beim vierten Lauf zur DRM im Rahmen der ADAC-Rallye Baden-Württemberg sollten gleich mehrere dieser Schwierigkeiten zu meistern sein. „Natürlich freut man sich als Fahrer immer auf eine neue Rallye“,erläutert Co-Pilot und Fahrzeugvorbereiter Oliver Schumacher. „Neue, unbekannte Strecken erfordern einen guten Aufschrieb. Unsicherheit ist jedoch immer vorhanden. Aufgrund der nicht bekannten Streckencharakteristik ist man sich nicht so genau im Klaren, ob das Auto tatsächlich optimal eingestellt ist. Mit dem Wissen von heute hätten wir eine längere Endübersetzung verwenden können.“
Der Fluch der guten Startposition: Regenfront
Aber nicht der fehlende Topspeed war für das Ergebnis ausschlaggebend, sondern das Wetter und der damit verbundene Reifenpoker. Zum Rallyestart in Geislingen schien noch die Sonne. Lars Mysliwietz: „Uns lagen Informationen vor, dass es zwar ein kleineres Regengebiet gibt, das jedoch am Rallyegebiet vorbeiziehen sollte. Unsere klare Entscheidung war daher, rundum Trockenreifen aufzuziehen und zur Sicherheit zwei Nassreifen als Reserve mitzunehmen.“ Jedoch bereits auf der Zufahrt zur ersten Prüfung wurde es am Himmel immer dunkler und schon blad setzte der starke Regen ein, der eigentlich vorbeiziehen sollte. Ein Wechsel war reglementsbedingt nur noch auf die mitgeführten Reservereifen möglich. Mit vorne montierten Nassreifen und Trockenreifen auf der Hinterachse wurden die nächsten Prüfungen absolviert. Jetzt galt es gleich zwei Aufgaben zu lösen: das Auto mit nun vorhandenen Hecktriebler-Eigenschaften auf der Straße zu halten und dennoch nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Teams, die rund eine halbe Stunde nach Mysliwietz / Schumacher starteten, hatten die Chance, von vornherein Nassreifen zu montieren – und natürlich nach Abklingen des Regens trockenere Pisten vorzufinden. Rund zwanzig Sekunden gingen so bereits am ersten Tag verloren.
Sorgfältige Vorbereitung auf die Rallye Deutschland
Auch die angestrebte Aufholjagd am zweiten Rallyetag entwickelte sich nicht wunschgemäß. Ein Reifenschaden kostete wieder rund zehn Sekunden. „Bei dieser relativ kurzen Rallye nun zu versuchen die starke Konkurrenz mit einer Harakirifahrt wieder einzuholen, wäre aufgrund dem immer vorhanden Blick auf die Meisterschaftstabelle dumm gewesen“, erklärt Lars Mysliwietz. „Also genoss von da an die Absicherung des zweiten Ranges Priorität.“ Die Zurückhaltung machte sich bezahlt. Die Rückeroberung der Divisionsführung ist eine gute Ausgangsbasis für den Saisonhöhepunkt – die DRM-Läufe fünf und sechs bei der Rallye Deutschland, dem Deutschen Lauf zur Rallye-WM. Für das in rund vier Wochen stattfindende Event wird nun das Auto nochmals optimal vorbereitet um dem Ziel Titelverteidigung einen weiteren Schritt näher zu kommen.
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