Wallenwein übernimmt die Führung bei seiner Heimrallye

Das war ein munterer Auftakt für den vierten Lauf zur DRM: Auf der ersten Etappe der ADAC-Rallye Baden-Württemberg lieferten sich die Top-Teams einen spannenden Schlagabtausch, der mit einem Paukenschlag begann. Denn drei Teams wurden mit einer bis auf die Zehntelsekunde identischen Zeit gestoppt: Die Lokalmatadoren Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Stuttgart / Lautrach, Subaru Impreza N15) und Uwe Nittel / Michael Wenzel (Adelmannsfelden / Mehlingen, Mercedes-Benz 190 E) absolvierten die 2,85 km lange WP in Gussenstadt ebenso wie die Bayern Hermann Gaßner / Karin Thannhäuser (Surheim / Ufering, Mitsubishi Lancer Evo 10) in 1:46,2 Min. Mit einer weiteren Bestzeit konnte sich Wallenwein in Führung setzen, wenn auch Gaßner auf den beiden folgenden WPs schneller war. In die Übernachtungspause gehen die beiden Kontrahenten mit einem Abstand von gerade einmal 1,8 Sekunden, Nittel liegt weitere 1,8 Sekunden zurück. Stark konnte sich außerdem Timo Bernhard (Dittweiler) mit seinem neuen Beifahrer Klaus Wicha (Bad Hersfeld) im Porsche 911 GT3 in Szene setzen, der mit einem Rückstand von 16,1 Sekunden als Viertplatzierter gewertet wurde.
Die neu in den DRM-Kalender aufgenommene Rallye rund um Dornstadt und Seligweiler bei Ulm präsentiert den Teilnehmern eine fahrerisch anspruchsvolle Top-Speed-Streckenführung. Die Organisatoren mussten dabei in letzter Minute umdisponieren, nachdem der unbefestigte Teil der für den Freitagnachmittag vorgesehenen Prüfung bei Gussenstadt durch Niederschläge extrem aufgeweicht war. Bei den beiden geplanten Durchgängen hätten die Teams aus Deutschlands höchster Rallye-Liga die Strecken so in Mitleidenschaft gezogen, dass gerade die PS-schwächeren Fahrzeuge ohne Allradantrieb Gefahr gelaufen wären, im schlammigen Untergrund steckenzubleiben. So musste der Schotteranteil gestrichen werden und aus den ursprünglich geplanten knapp 12 km wurde ein 3-Kilometer-Sprint. Am Samstag stehen in Baden-Württemberg weitere zehn WPs über eine Gesamtdistanz von rund 97 km an.
Stimmen von der ersten Etappe der ADAC-Rallye Baden-Württemberg
Sandro Wallenwein: „Ich freue mich, dass nach über 20 Jahren wieder in DRM-Lauf im Ländle stattfindet. Die WPs passen eigentlich gar nicht so gut zu unserem Auto. Es ist zudem für das Wochenende Regen angesagt – das wird ein Reifenlotto werden.“
Timo Bernhard: „Ich will hier auch Bestzeiten fahren, aber eine entscheidende Rolle wird vor allem das Wetter spielen.“ Bernhard wechselte nach dem dritten DRM-Lauf den Co-Piloten. „Bislang war ich mit Marco Glasen unterwegs, der einen richtig guten Job gemacht hat. Nun habe ich aber mit Klaus Wicha einen Profi-Beifahrer neben mir sitzen. Ich erhoffe mir davon noch mehr Professionalität und insbesondere beim Aufschrieb ein noch besseres Feedback.“
Uwe Nittel: „Ich freue mich auf meine Heimrallye und bin sehr gespannt, was das Wetter uns bringt. Wenn es trocken ist will ich versuchen, einen Podiumsplatz einzufahren.“
Carsten Mohe: „Hier braucht man ein glückliches Händchen bei der Reifenwahl.“
Sepp Wiegand: „Ich hatte mich auf die Schotterpassagen gefreut, schade dass die weggefallen sind. Für unseren Suzuki sind die WPs teilweise zu schnell. Durch den Regen wird es aber wieder sehr anspruchsvoll.“
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