Sepp Wiegand auf Erfolgskurs
(Teaminfo) Sepp Wiegand feierte bei der ADAC Pfalz-Westrich-Rallye einen weiteren Divisionssieg. Mit diesem Erfolg klettert der 20-jährige Rallye-Pilot aus Sachsen auf den dritten Platz in der Gesamtwertung der Deutschen Rallye-Meisterschaft. „Wir sind überglücklich, besser könnte es für uns zur Zeit gar nicht laufen“, jubelte Sepp Wiegand während des Zieleinlaufes im Servicepark am Bostalsee.
Der Sachse konnte erneut die Division 5 für sich entscheiden und verdrängt damit seinen Hauptkonkurrenten Marijan Griebel, der im baugleichen Suzuki Swift Sport an den Start ging, auf den zweiten Platz der Divisionswertung der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM). Die Organisatoren hatten bei ihrer Premiere in der ersten Rallyeliga sehr anspruchsvolle Prüfungen geplant. Der Sachse musste im Suzuki Swift über 140 Kilometer auf Bestzeit bewältigen. „Die Asphaltstrecken waren sehr dreckig und dadurch sehr glatt. Besonders die Schotterstücke mit ihren Wellen waren eine echte Herausforderung“, berichtet Sepp Wiegand.
Mit Blick auf den Heimvorteil von Lokalmatador Marijan Griebel attackierte Wiegand bereits vom ersten Meter an. „Wir konnten bei der ersten Etappe drei von vier Wertungsprüfungen gewinnen. Allerdings trafen wir bei voller Attacke auf der dritten Prüfung einen Stein, der zu einem Plattfuß führte und wir mussten dann entsprechend vorsichtig ins Ziel rollen“, berichtet der Nachwuchspilot. Somit trennte den 20-jährigen Sachsen und seinen Konkurrenten Marijan Griebel nach dem ersten Tag nur einen Wimpernschlag von 0,1 Sekunden.
Nachdem der Lokalmatador am zweiten Tag mit einem technischen Defekt aufgeben musste, dominierte Sepp Wiegand die Division 5 nahezu nach Belieben. „Ich hätte lieber bis zum Schluss mit Marijan um den Sieg gekämpft“, so Wiegand. Im Ziel hatte der Sachse einen Vorsprung von fast elf Minuten auf die Zweitplatzierten Sascha Kirst und Melanie Kirst im Suzuki Swift. Beim dritten Wertungslauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft nahm bereits der dritte Copilot auf dem Beifahrersitz im Suzuki Swift Platz. Aufgrund der Erkrankung von Stammcopilotin Claudia Harloff sprang die erfahrene Motorsportlerin Jenny Gäbler kurzfristig ein. „Mit jedem neuen Copiloten lerne ich dazu. Auch die Zusammenarbeit mit Jenny hat gut funktioniert“, berichtet der Rallyepilot aus Sachsen.
„Bei den kommenden Läufen zur Deutschen Rallye-Meisterschaft wird Sepp wieder mit der Chemnitzerin Claudia Harloff an den Start gehen“, informiert Teamkoordinator Frank Oschmann. Der Teamchef ist mit der aktuellen Entwicklung mehr als zufrieden. Nachdem sein Schützling am vergangenen Wochenende bereits die Führung im ADAC Rallye Junior Cup und dem ADAC Rallye Masters übernommen hatte, folgte nun ein weiterer bemerkenswerter Erfolg des Youngsters. „So kann es ruhig weitergehen“, kommentiert Oschmann den bisherigen Saisonverlauf. „Für uns ist die Ankündigung von Volkswagen, als deutscher Automobilhersteller 2013 in die Rallye-Weltmeisterschaft einzusteigen, ein zusätzlicher Ansporn, Sepp bei seinem sportlich internationalen Werdegang voll zu unterstützen“, erklärt der sichtlich zufriedene Teamchef.
Bereits am kommenden Wochenende steht die nächste Rallye auf dem Programm von Sepp Wiegand. Im Rahmen der AvD Sachsen-Rallye präsentiert sich das Team den heimischen Fans. „Die schnellen Prüfungen im Saarland waren eine perfekte Vorbereitung für die Rallye rund um Zwickau. Nach unserem bisherigen Saisonverlauf kann die Zielstellung nur Klassensieg lauten“, erklärt Wiegand abschließend.
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