Veranstalter der "Hessen-Rallye" ziehen positives Fazit
(Veranstalterinfo) Er kam, sah und siegte. Franz Wittmann jr. aus Österreich konnte im Rahmen der ADAC Hessen-Rallye Vogelsberg eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis stellen. Mit Co-Pilot Klaus Wicha (Bad Hersfeld) war er im Peugeot 207 Sport am Samstag nur einmal zu schlagen. Sieben von acht möglichen Prüfungen gingen auf das Konto des 26-jährigen Nachwuchstalents. „Ich konnte befreit hier auffahren, es hat eine Riesenlaune gemacht auf diesen tollen Prüfungen. Das Niveau in der DRM ist schon super.“ Nach 13 Prüfungen über 143,6 Kilometer hatte er mit 1:18:58,5 Stunden genau 27,5 Sekunden Vorsprung auf Mark Wallenwein (Stuttgart) / Stefan Kopczyk (Heilbronn), die ihren dritten Platz vom Saisonauftakt, der ADAC Wikinger Rallye toppen konnten. „Die Jungs von Skoda haben einen Top-Job gemacht. Heute Mittag haben die Jungs mir die Kupplung innerhalb von 18 Minuten gewechselt. Bestes DRM-Team hier zu sein, macht mich total happy.“
Der lange auf dem zweiten Platz liegende Rekordmeister Matthias Kahle gab nach zehn Prüfungen enttäuscht auf. „Wir haben Elektronikprobleme, der Motor läuft nicht mehr sauber. Bevor wir dem Motor größeren Schaden zufügen, hören wir lieber auf", so der Skoda-Pilot. „Bestes Gruppe N-Auto, mit dem Platz hinter meinem Bruder Mark kann ich gut leben“ so der drittplatzierte Sandro Wallenwein (Stuttgart, Subaru Impreza N15) / Markus Poschner (Laubach). Die Altmeister Hermann Gaßner / Siggi Schrankl mussten zwar mit Rang vier auf einen Podestplatz verzichten, resümierten aber schmunzelnd. „So schlecht ist das nun auch nicht“. Hinter den Bayern im neuesten Mitsubishi Lancer Evo, der Ausbaustufe 10, waren es Peter Corazza (Oelsnitz) / Ronald Bauer (Neumark), die in der älteren 9er Version als Gesamtfünfte gewertet wurden.
Rallyeleiter Friedrich Goldstein konnte ein rundum positives Fazit ziehen. „Es hätten sicher ein paar Teilnehmer mehr sein können, die Qualität des Feldes war aber herausragend. Die Zuschauer haben hier tollen Rallyesport im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft gesehen, der sich sicher nicht vor dem der Nachbarländer verstecken muss. Zuschauer wie Teilnehmer waren begeistert!“
Zweiter Sieg für Herbold in Division 2
Neueinsteiger Felix Herbold (Ismaning) konnte sich mit Co-Pilot Kevin Zemanik (Plauen) nach dem Ausfall von Carsten Mohes Servopumpe und dem daraus resultierenden Ausritt des Crottendorfers über seinen zweiten Sieg in der Divison 2 freuen. Tim Stebani aus Essen und Beifahrer Frank Christian (Oberhausen) machten nach Plattfuß und Zeitverlust auf der zweiten Schleife am Samstagmorgen das Beste aus ihrer Situation und konnten als Divisionszweite weitere wichtige Meisterschaftspunkte einfahren. Einen Sonderpokal gebührt hier sicher auch den Mechanikern, wechselten diese doch innerhalb von 15 Minuten das Getriebe am Opel Corsa.
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