Kahle gewinnt Sommerfest in der Eifel
(Veranstalterinfo) Die ADAC Eifel-Rallye war das erwartete Sommerfest, nicht nur der deutschen Rallyegemeinde. Über 150 Teams aus elf Nationen begeisterten die 25.000 Fans an den Wertungsprüfungen in der Vulkaneifel. Vom Shakedown am Donnerstag in Neichen bis hin zur Open-Air-Siegerehrung am Samstagabend in Daun gab es einen attraktiven Mix aus allen Bereichen des Rallye-Sports. Motorsport auf höchstem Niveau beim Kampf um den sportlichen Sieg in der Eifel und die Führung in der DRM, einen Filmabend mit Doppelweltmeister Walter Röhrl, der aus dem „Nähkästchen“ plauderte oder die Demonstrationsfahrten der Eifel-Historic Rallyeparty, dem größten rollenden Rallye-Museum der Welt.
Jerlitschka und Souvigné in ihren Serien vorn
Nicht nur der spannende DRM-Fight schlug die Zuschauer in seinen Bann. Innerhalb des Laufes zur Deutschen Rallye-Meisterschaft mit 88 Startern konnten auch die Teams anderer Serien überzeugen. Die Wertung zur Youngtimer-Trophy ging an Paul Jerlitschka / Dietmar Moch (Remscheid) im Ford Escort RS 2000. Die Lokalmatadoren Jürgen Lenarz / Ralf Müller (Sarmersbach / Deutesfeld) im Opel Kadett C Coupé lagen zeitweise in Führung, mussten aber nach einem Technikdefekt die Rallye vorzeitig beenden. Dennoch war Lennarz begeistert, vor allem nach der Auftaktprüfung durch seinen Wohnort Sarmersbach: „Es ist einfach nur ein geniales Gefühl, im Rallyetempo durch meinen Heimatort Sarmersbach zu fahren. Und das vor der Kulisse von 5.000 Fans. Das hat uns angespornt. Drei Jahre lang haben wir hier fast auf die Sekunde genau die gleiche Zeit gefahren, diesmal waren wir gut neun Sekunden schneller.“
Bester Teilnehmer der Luxemburger Meisterschaft war Mike Souvigné L-Cruchten), der im Mitsubishi Lancer gemeinsam mit seinem Perler Beifahrer Stefan Stoller auf den siebten Gesamtrang fuhr. Mit diesem Resultat waren sie auch das schnellste Team der Euro-Rallye-Trophée (ERT) in der Eifel.
Stimmen im Ziel der ADAC Eifel-Rallye
1 – Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Subaru Impreza STI)
„Das war eine Rallye voller Probleme. Neben dem defekten Stoßdämpfer hatten wir auch noch ein Problem mit dem Motor. Auf den letzen Prüfungen haben wir zwei Liter Öl nachschütten müssen. Mir war auch nicht ganz klar ob, ich überhaupt ins Ziel komme. Umso glücklicher bin ich bestes Gruppe-N-Auto zu sein.“
2 – Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Fabia Super 2000)
„Unser Ziel ist mit diesem Sieg voll erfüllt, aber die Jungs haben mir den Sieg extrem schwer gemacht. Zum Schluss kamen wir nochmals ganz schön unter Druck. In der Meisterschaft haben wir jetzt zwar die Führung übernommen, aber die Entscheidung fällt erst bei der Saarland.“
3 – Hermann Gaßner / Karin Thannhäuser (Mitsubishi Lancer EvoX)
„Durch den Ausfall von Anton Werner sind wir jetzt noch einen Platz nach vorne gekommen. Schade, dass wir ihn nicht auf der Strecke geschlagen haben. Momentan haben wir es ziemlich schwer. Um das volle Potential unseres Evo-10-Lancer ausschöpfen zu können, müssten wir am Auto noch Gewicht verlieren. Es ist aber noch offen, wann Mitsubishi endlich die nötigen Homologationen veranlasst. “
5 – Olaf Dobberkau / Alexandra König (Porsche 911 GT3)
„Mehr war gegen die Skoda nicht einfach nicht drin. Ich bin auf der letzten Prüfung mit dem Schotter nur zwei Sekunden langsamer gewesen als Mark Wallenwein. Das fand ich schon ziemlich gut. Der Kampf war wesentlich härter als im letzten Jahr. Auch ohne meinen Ausritt auf der WP ‚Vulkaneifel’ hätte ich Matthias nicht schlagen können.“
8 – Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk (Skoda Fabia S2000)
„Wir hätten hier Zweiter werden können, wenn wir auf der achten Prüfung nicht den Fehler gemacht hätten. So sind wir Dritter, und was viel wichtiger ist, heil im Ziel. Olaf ist schon richtig schnell gefahren. Er hat den zweiten Platz verdient.“
11- Aaron Burkart / André Kachel (Peugeot 207 S2000)
„Von mir aus könnte es jetzt wieder losgehen. Ich wollte einen Platz unter den ersten fünf und eine Bestzeit. Das mit der Bestzeit hat geklappt, und ohne den Reifenschaden wäre auch ein Top-Fünf-Platz machbar gewesen. Es hat einfach riesig Spaß gemacht.“
15 – Carsten Mohe / Katrin Becker (Renault Clio R3 maxi)
„Ich hatte nicht gedacht, dass ich bei dem tollen Starterfeld auf Platz sechs fahren kann. Trotz des Divisionssieges ist es fast unmöglich, noch den Divisionstitel zu holen.“
17 – Felix Herbold / Kevin Zemanik (Honda Civic R3)
„Wir haben zum Schluss noch mal richtig versucht anzugreifen, waren voll am Limit, aber es hat nicht gereicht. Es hat richtig Spaß gemacht, hier so hart zu kämpfen. “
18 – Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher (Citroën C2R2max)
„Den Titel in der Divison drei haben wir jetzt schon vorzeitig sicher. Aber ich bin froh, dass wir überhaupt im Ziel sind. Zum Schluss hatten wir kaum noch Motorleistung.“
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