16. / 17. Juli 2010

Organisation

Veranstalter:
VG ADAC EIfel-Rallye
Schweizstraße 2, 54550 Daun
Telefon +49 6592 983666
Telefax +49 6592 980586
E-Mail rallye-buero@eifel-rallye.de

Rallyeleiter:
Karl Fries, Daun

Orgaleiter:
Fran-Rudolf Ubach

Akkreditierung

Jürgen Hahn
Weiherstraße 9, 65558 Langenscheid
Telefon 06439 6146
Telefax 06439 900199
E-Mail presse@eifel-rallye.de

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Leopoldstraße 5, 54550 Daun

Fotogalerie Eifel-Rallye

Eifel-Rallye: Vorentscheidung im Titelkampf

Wenn sich am kommenden Wochenende (16. / 17. Juli) die besten Rallyepiloten Deutschlands bei der ADAC Eifel-Rallye treffen, dann könnten die ersten Vorentscheidungen für die Titelvergabe in der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) fallen. Auf den elf Wertungsprüfungen beim vierten von fünf Meisterschaftsläufen sind rund um Daun 137 anspruchsvolle Bestzeitkilometer zu absolvieren. Einige Teams werden sich dafür viel vorgenommen haben, denn hier können jene, die bislang nicht optimal gepunktet haben, das Ruder vielleicht doch noch herumreißen. Doch das betrifft viele Teams – und nur eines kann gewinnen. So herrscht denn an der Tabellenspitze eine verkehrte Welt: Mit Felix Herbold / Kevin Zemanik (Honda Civic R3) und Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher (Piesbach / Fluterschen, Citroën C2R2max) führen Teams aus den vermeintlich „kleinen“ Divisionen 2 bzw. 3 das Klassement an, während unter den stets gesamtsiegverdächtigen Startern in der Division 1 bislang fast alle Favoriten mindestens einmal strauchelten: Nun stehen sie in der Eifel unter dem Druck, dies zu ändern.

Felix Herbold führt die DRM-Tabelle gemeinsam mit Lars Mysliwietz anWährend der ersten drei Rallyes der Saison konnten Felix Herbold und Lars Mysliwietz die Meisterschaft von oben nach unten kehren. Möglich wurde es durch das ausgeklügelte Punktesystem, das nicht nur Zähler für die besten Acht im Gesamtklassement vergibt, sondern auch die Platzierung in der jeweiligen Fahrzeugdivision belohnt. Beide Spitzenreiter profitierten davon. Beim Saisonauftakt in Schleswig-Holstein und dem zweiten Lauf in Hessen gewann Herbold seine Division, nutzte dabei aber auch Fehler der Konkurrenten. Beim Heimspiel in Sachsen setzte sich dann Routinier Carsten Mohe im Renault Clio R3 durch. Mit den Punkten für Divisionsrang zwei und den siebten Gesamtrang verteidigte Herbold die Tabellenführung. „Ich bekomme viel Feedback und werde auch häufig darauf angesprochen“, grinst der 25-Jährige. „Aber eigentlich ist mir die Führung in der Division wichtiger. Am Anfang des Jahres haben wir den Divisionssieg als klares Ziel ausgerufen, und das versuche ich zu erreichen. Alles andere wäre nur ein Bonus.“ Der erneute Divisionssieg in der Eifel dürfte sehr schwer werden: „Carsten Mohe ist in der Eifel stark, weil er die Strecken sehr gut kennt“, weiß Herbold, „und Tim Stebani ist auch nicht zu unterschätzen. Ein gutes Ergebnis in der Division und vielleicht auch noch ein paar Gesamtpunkte, dann könnte es aber auch weiterhin mit der Meisterschaftsführung klappen.“

Mysliwietz skeptisch vor dem Einsatz im „Ersatzwagen“
Lars Mysliwietz muss in der Eifel auf einen Ersatz-C2R2 zurückgreifen In der Division 3 dominiert Lars Mysliwietz im Citroën C2R2max bislang die reichlich vorhandene Konkurrenz. Drei Divisionssiege und ein Zusatzpunkt für die achte Gesamtposition in Sachsen brachten den Saarländer mit an die Tabellenspitze. „Schade, dass jetzt schon die Eifel-Rallye ansteht“, schmunzelt er. „Das Gefühl der DRM-Führung hätte ich gerne noch etwas länger ausgekostet.“ Denn seine Chancen sieht Mysliwietz eher verhalten: „Wir werden alles geben, um beim DRM-Finale, das in meiner saarländischen Heimat stattfindet, immer noch vorne zu sein. Realistisch betrachtet sind die Chancen aber bescheiden: Nach einem Unfall bei einem Start außerhalb der DRM sind wir mit unserem Ersatz-C2 unterwegs. Damit dürften wir gegen den starken Gaststarter Bruno Thiry keine Chance haben. Wenn doch, dann hätte ich Rallyeprofi werden sollen.“ Überhaupt könnte in der Eifel das Meisterschaftstableau kräftig durcheinander gewirbelt werden. Denn zu den Gaststartern gehört nicht nur Thiry, der im vergangenen Jahr stark auftrumpfte. Mit Aaron Burkart ist auch der Führende der Junior-Rallye-WM mit dabei. Er tritt in Division 1 mit einem Peugeot 207 im Super-2000-Trim an und könnte dem einen oder anderen der Titelaspiranten wertvolle Punkte kosten, wenn er sich erwartungsgemäß in der Spitzengruppe platziert.

Kahle: „Wir müssen gewinnen“
Das Geschehen an der Spitze des Gesamtklassements wird durch die Piloten der Division 1 bestimmt. Doch im Feld der Allrad- und GT-Boliden konnte sich in dieser Saison bislang kein Pilot wirklich durchsetzen. Mit drei Podestplätzen sind Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Stuttgart / Laubach, Subaru Impreza N15) als erfolgreichste Punktesammler auf dem dritten Meisterschaftsrang. „Wir hatten jetzt eine längere Pause und es geht endlich weiter. Auch in der Eifel gilt für uns wie immer das Motto: »Maximum Attack«“, fiebert der Schwabe dem Start entgegen. „Mit unserem Gruppe-N-Subaru haben wir gegen die Porsche- und Super-2000-Fahrzeuge Nachteile – die können aufgrund des geringeren Gewichtes oder der größeren Leistung höhere Kurvengeschwindigkeiten erreichen. Uns liegen wiederum die Schotteranteile, vor allem auf der Königsprüfung im Lehwald.“ Chancen rechnet sich Wallenwein deshalb nur begrenzt aus: „Wenn die Strecken trocken sind, wird es schwer für uns. Das ändert sich allerdings schlagartig, wenn es etwas regnen sollte …“. Der Schwaben-Express wird hart bedrängt vom sechsfachen DRM-Champion Matthias Kahle (Köln). Der gebürtige Lausitzer gewann mit Co Peter Göbel im Skoda Fabia Super 2000 den Auftakt bei den Wikingern und wurde in Sachsen Zweiter. Dass dem DRM-Rekordmeister noch die entscheidenden Punkte bis zur Tabellenspitze fehlen, resultiert aus einem technischen Ausfall bei der Hessen-Rallye Vogelsberg. Für ihn gibt es deshalb bei der ADAC Eifel Rallye nur eine Devise: „Wir müssen gewinnen“, unterstreicht Kahle, „drunter geht’s nicht“. Auf dem erfolgreichen Škoda-Team lastet ein großer Druck. „Wie schon während der gesamten Saison können fünf, sechs Teams die Rallye gewinnen. Das wird ein sehr enger Kampf“, weiß der in Köln lebende Rekord-Champion.

Mark Wallenwein will Rückstand verkleinern
Mit starken Leistungen machte bislang auch Mark Wallenwein auf sich aufmerksam, der den zweiten Werks-Skoda pilotiert. Der schwäbische Youngster musste nach einem zweiten und dritten Gesamtrang einen Ausfall in Sachsen notieren lassen. Škoda-Sportchef Nikolaus Reichert sieht dennoch weiterhin Chancen für den 23-Jährigen: „Wenn er es schafft, den Rückstand so zu verkleinern wie Matthias nach seinem Ausfall, dann ist auch für ihn noch alles möglich“. Mark, der jüngere Bruder von Subaru-Speerspitze Sandro, sagt selbst: „Nach dem Ausfall in Sachsen geht es für uns in der Eifel vorrangig darum, über die Zielrampe zu fahren. Das Starterfeld ist sehr stark. Nach der ersten WP am Freitagabend werden wir sehen, welche Chancen wir am Samstag haben.“ Auch er hat aber klare Vorstellungen davon, wie das Podium in der Eifel aussehen sollte: „Wenn es trocken ist, sehe ich zwei Super-2000-Fahrzeuge und einen Porsche auf dem Podium. Sollte es nass sein, tippe ich auf ein Gruppe-N-Fahrzeug und zwei Super 2000. Mehr möchte ich nicht verraten.“ Von seinem diesjährigen Sportgerät ist er begeistert. „Der Fabia ist bis ins kleinste Detail perfekt entwickelt und vermittelt ein unglaublich sicheres Fahrgefühl. Das direkte und präzise Fahrverhalten und nicht zuletzt der Sound können nur begeistern.“

Vorjahresseiger Dobberkau will erneut gewinnen
Olaf Dobberkau will im Porsche 911 den Vorjahressieg wiederholenEin gewichtiges Wörtchen bei der Vergabe des Gesamtsiegerpokals möchten auch die Vorjahressieger Olaf Dobberkau / Alexandra König im Porsche 911 GT3 mitreden. Nach einem wetterbedingt eher bescheidenen Saisonauftakt im Hecktriebler und dem Ausfall in Hessen gewann das Thüringer Duo die Sachsen-Rallye. Nun soll wie im Vorjahr der Sieg in der Eifel her – was die Tabellensituation wieder vollkommen umkrempeln könnte. „Die Spitze ist ganz eng zusammen aber für uns ist klar: wir wollen den Sieg wiederholen“, ist die deutliche Ansage des langen Thüringers. Er erklärt auch warum: „Wenn wir unsere Chance auf den Titelgewinn wahren wollen, dann müssen wir hier gewinnen.“ Dobberkau ist bekennender Fan der Eifel-Rallye: „Hier hast du immer ein tolles Starterfeld und neben den anspruchvollen Prüfungen eine der genialsten Shakedown-Strecken. Da ist auf der kurzen Strecke alles drin, was unseren Rallyesport so faszinierend macht.“

 

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