Škoda will Aufholjagd fortsetzen
(Teaminfo) Für Matthias Kahle und dessen Beifahrer Peter Göbel gibt es bei der ADAC Eifel-Rallye, dem vierten und damit schon vorletzten Saisonlauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM), nur eine Devise: „Unser Ziel ist eindeutig: Wir müssen gewinnen“, erklärt der sechsmalige Deutsche Rallyemeister, „drunter geht’s nicht“. Auf dem erfolgreichen Škoda Team lastet ein großer Druck. „Wie schon während der gesamten Saison können fünf, sechs Teams die Rallye gewinnen. Das wird ein sehr enger Kampf“, weiß der in Köln lebende Rekord-Champion.
Nur zwei Läufe bleiben Matthias Kahle, der als DRM-Vierter startet. Die muss auch sein junger Teamkollege Mark Wallenwein nutzen, um seine erste Saison im Škoda Fabia S2000 auf einem Spitzenplatz in der DRM zu beenden. „Wir haben noch Chancen auf die Meisterschaft“, betont Wallenwein, der nach seinem Ausfall bei der AvD-Sachsen-Rallye den fünften Platz im Zwischenklassement belegt. „In den verbleibenden zwei Läufen kann sehr viel passieren“.
Bei seiner Premiere im Fabia Super 2000 feierte Kahle mit dem Gesamtsieg bei der ADAC Wikinger-Rallye einen Einstand nach Maß, musste allerdings bei der ADAC Hessen-Rallye einen Ausfall hinnehmen. Bei der AvD-Sachsen-Rallye zeigte der 41-jährige Škoda Pilot eine starke Leistung und verpasste seinen zweiten Saisonerfolg nur knapp. Mark Wallenwein und Co-Pilot Stefan Kopczyk überraschten mit ihren Auftritten alle Beobachter. Gleich auf seiner allerersten Wertungsprüfung mit dem Fabia S2000 markierte er bei schwierigen Streckenbedingungen bei der Wikinger-Rallye eine Bestzeit. Der 23-Jährige, der von der ADAC Stiftung Sport gefördert wird, etablierte sich auf Anhieb in der DRM-Spitze. Bei der Hessen-Rallye war er als Gesamtzweiter bester DRM-Pilot. Nach einem Fahrfehler in Sachsen muss er jetzt auf den Strecken rund um Daun unbedingt punkten. Die Strecken mit ihren anspruchsvollen kurvenreichen Berg- und Talpassagen verlangen den Fahrern alles ab.
Über die ersten drei Saisonläufe betrachtet sind die beiden Fabia-Piloten die beherrschenden Fahrer. Von insgesamt 49 Wertungsprüfungen gewannen sie 21. Davon entfielen auf Matthias Kahle 13 und auf Mark Wallenwein acht Bestzeiten. Das Punktesystem der DRM sorgt allerdings dafür, dass sich diese eindrucksvolle Dominanz noch nicht in den Meisterschaftsplatzierungen niederschlägt.
Škoda Sportchef Nikolaus Reichert blickt aber zuversichtlich auf die nächste Aufgabe für sein Team: „Die DRM ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Ich hoffe, dass bei der ADAC Eifel-Rallye möglichst viele Zuschauer den packenden Kampf miterleben werden“.
International fährt der kompakte Rallyewagen von Škoda seit dem ersten Einsatz 2009 auf der Erfolgsspur. Beim sechsten Lauf zur Intercontinental Rally Challenge (IRC) in Belgien gelang den Werksfahrern Freddy Loix und Jan Kopecký ein Doppelsieg. Im IRC Zwischenklassement belegen die Fabia S2000-Piloten auch die ersten Plätze. Die tschechische Traditionsmarke führt außerdem souverän in der Herstellerwertung.
An diese Erfolge will Škoda in der Deutschen Rallye-Meisterschaft anknüpfen. Nach dem Škoda Octavia WRC (2002 und 2004) und dem Fabia WRC (2005) soll jetzt auch der 270 PS starke Fabia S2000 in Deutschland zum Meisterauto werden.
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