Matthias Kahle auf Meisterschaftskurs

Matthias Kahle ist auf dem besten Weg, seinen siebten DRM-Titel einzufahren. Nach der ersten Etappe des Finallaufs, der ADAC Saarland-Rallye, liegt der Skoda-Pilot auf dem dritten Gesamtrang. „Wenn der dritte Platz für die Meisterschaft reicht, dann ist das gut so,“ fasste Matthias Kahle beim Blick auf das Zwischenergebnis nach der Freitagsetappe zusammen. Zusammen mit Co-Pilot Peter Göbel (Korb) würde dem Kölner dieser Platz zum Gewinn des Titels reichen.

Matthias Kahle liegt nach der Freitagsetappe auf dem dritten Rang
Die schnellsten Zeiten auf den vier Freitagsprüfungen legte allerdings der erst 23-jährige Mark Wallenwein mit Beifahrer Stefan Kopczyk im zweiten Werks-Fabia S2000 vor. Nach vier Prüfungen über 51 der 143 WP-Kilometer und zwei Bestzeiten liegt er mit einem Vorsprung von 12,3 Sekunden auf Olaf Dobberkau /Alexandra König im Porsche 911 GT3 in Führung. Dobberkau würgte auf der ersten Prüfung den Motor ab und wurde anschließend durch einen schleichenden Plattfuß eingebremst – die Bestzeit beim Nachtdurchgang auf dem 20-Kilometer-Klassiker ‚Steine an der Grenze’ sorgte dann doch noch für ein positives Erlebnis.

Mit dem siebten Gesamtrang direkt hinter Carsten Mohe (Renault Clio R3) erhält sich Felix Herbold im Honda Civic R3 seine Chancen auf den Titel in der Division 2. Lokalmatador Lars Mysliwietz hat den Titel in der Division 3 schon sicher. Bremsprobleme am Citroën C2R2 ließen am Freitag nicht mehr als Platz zwei hinter seinem belgischen Markenkollegen Thierry Neuville zu.



Stimmen von der ersten Etappe am Freitag:

1 – Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Subaru Impreza STI)
„Wir sind super vorbereitet und voll motiviert. Wir haben die Meisterschaft noch nicht aufgegeben. Nach den beiden ersten Runden kann ich sicherlich auch sagen, wie das neue Fahrwerk funktioniert. Wir werden alles geben, unsere Chance zu nutzen. Auf dem ersten Durchgang ‚Steine an der Grenze’ habe ich zu viel Zeit verloren, ich weiß nur nicht warum.“

2 – Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Fabia Super 2000)
„Um Deutscher Meister zu werden, müssen wir hier vorne ankommen. Das ist in der DRM aber nicht so einfach, deshalb werden wir von Anfang an attackieren. Auf den beiden ersten Prüfungen habe ich eigentlich richtig Gas gegeben, aber wahrscheinlich ist im Kopf eine Bremse, die immer an den Meistertitel denkt. Mark (Wallenwein) hat hier zwei tolle Zeiten gefahren, Respekt.“

4- Peter Corazza / Ronald Bauer (Mitsubishi Lancer Evo 9)
„Das Auto ist noch nicht auf dem Stand, den ich möchte, aber wir haben große Schritte dorthin gemacht. Diese Rallye gehen wir vollkommen easy an, es ist für uns nur ein zusätzlicher Test. Aber auf den beiden ersten Prüfungen hatten wir Probleme mit der Elektronik.“

5 – Olaf Dobberkau / Alexandra König (Porsche 911 GT3)
„Deutscher Meister zu werden, ist eher unwahrscheinlich. Das hält uns aber nicht davon ab, Gas zu geben. Als Dritter hinter den beiden Skoda ins Ziel zu kommen, wäre schon ein tolles Ergebnis. Es fing aber nicht so gut an: auf der ersten Prüfung habe ich das Auto abgewürgt, auf der zweiten hatte ich hinten links einen schleichenden Plattfuß.“

6 – Anton Werner / Ralph Edelmann (Porsche 911 GT3)
„Leider können wir nicht mehr um den Titel mitreden. Wenn wir es schaffen ohne Plattfuß durchzufahren, können wir unter die ersten fünf kommen. Aber auf WP 2 kann ich nicht voll fahren, da ist mein Porsche zu unruhig.“

8 – Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk (Skoda Fabia S2000)
„Bislang war ich immer nur in kleineren Autos hier am Start. Mal schauen, wie sich die Prüfungen mit dem Fabia fahren. Eine erste Entscheidung wird heute Abend auf der Prüfung ‚Steine an der Grenze’ im Dunkeln fallen. Aber mit zwei Bestzeiten in die Veranstaltung zu starten, ist einfach genial. Es ist sehr gut gelaufen.“

12 –Thierry Neuville / Johny Blom (Citroën C2R2max)
„Ich wünsche Lars Mysliwietz natürlich, dass er uns hier schlägt und Deutscher Meister wird. Aber langsam fahre ich deshalb bestimmt nicht.“

14 – Mike Souvigné / Stefan Stoller (Mitsubishi Lancer Evo 8)
„Nach zwei Ausfällen in Folge möchte ich jetzt unbedingt das Ziel sehen. Der Rest ergibt sich von selbst.“

15 – Carsten Mohe / Katrin Becker (Renault Clio R3 maxi)

„Ob wir Sieger in der Division 2 in der Deutschen Rallye-Meisterschaft werden, hängt auch noch von Felix Herbold ab. Ein Ergebnis wie bei der Eifel-Rallye würde uns sehr weiterhelfen. Bei diesen anspruchsvollen Prüfungen wird das allerdings schwierig werden.“

16 – Tim Stebani / Frank Christian (Opel Corsa OPC)
„Die Konkurrenz ist hart. Wenn wir wie in der Eifel auf den zweiten Divisionsplatz fahren könnten, wäre das absolut ok. In WP 1 eine Runde zu viel zu fahren, war aber ein blöder Fehler.“

17 – Felix Herbold / Kevin Zemanik (Honda Civic R3)
„Wir wollen dicht an Carsten (Mohe) bleiben und damit unseren Titel in der Division 2 sichern. Die starke Konkurrenz macht die Veranstaltung noch spannender. Aber nach den ersten zwei Prüfungen bin ich positiv überrascht, wie gut wir das Tempo mitgehen können.“

18 – Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher (Citroën C2R2max)
„Jetzt geht es endlich los, jetzt zählt nur noch die Leistung auf den Prüfungen. Wenn viele vor uns Pech haben sollten, dann haben wir eine Chance auf den Titel. Auf der einen Seite dürfen wir nicht zu viel riskieren, andererseits wollen wir aber auch sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen stehen.“

24 – Kris Princen / Bram Eelbode (Renault Clio R3)
“Ich bin zum ersten Mal hier und kenne viele Fahrer nur vom Namen her. Die ‚Saarland’ hat schöne WPs mit tollem Schotter.“

31 – Niki Schelle / Michael Kölbach (Suzuki Swift S1600)
„Ich war die letzte Zeit öfters im Saarland, jetzt wollte ich auch die Saarland-Rallye fahren. Zudem muss ich ja zeigen, was das Auto kann.“