Spannendes DRM-Finale erwartet
(Veranstalterinfo) Vom 2. bis 4.September findet das Finale der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) bei der ADAC Saarland-Rallye statt. Dabei zeigt sich die DRM spannender denn je. Die Vielzahl der unterschiedlichen Sieger sowie die Positionswechsel in der Punktetabelle der DRM demonstrieren eindrucksvoll die Attraktivität und Vielseitigkeit der Serie. Im Brennpunkt des Interesses steht in diesem Jahr das Duell zwischen Porsche gegen Skoda. Subaru-Pilot Sandro Wallenwein (Stuttgart) möchte gerne den Hattrick bei der 'Saarland' schaffen. Skoda und Porsche werden ihm dieses Ziel sicherlich nicht leicht machen.

Schleswig-Holstein: Auftakt nach Maß für Kahle
Standesgemäß begann die Saison der DRM bei der ADAC Wikinger-Rallye rund um Süderbrarup (Schleswig-Holstein). Die Zuschauer erlebten einen packenden Kampf um die Spitze. Für das in dieser Saison in die Meisterschaft zurückgekehrte Skoda-Werksteam holte Matthias Kahle auf einem Skoda Fabia S2000 nach zwölf Prüfungen über 143,8 km den Sieg. Der DRM-Rekordchampion setzte sich nach einem Sekundenkampf gegen ein Brüderduo durch: Der Stuttgarter Sandro Wallenwein lief im Subaru Impreza mit nur 6,3 Sekunden Rückstand im Ziel ein, sein Bruder Mark Wallenwein holte im zweiten Werks-Skoda Fabia S2000 den dritten Platz (+13,2 Sekunden). Wie ausgeglichen das Starterfeld der DRM 2010 ist, zeigte sich daran, dass alle drei Top-Piloten Führungskilometer sammelten und sich auch die Bestzeiten auf den Prüfungen teilten. In der Division 2 war es ein Neueinsteiger, der in Schleswig-Holstein den Sieg holte. Felix Herbold (Ismaning) konnte sich gegen die etablierten Konkurrenten durchsetzen: Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Clio R3), verlor acht Minuten nach einem Ausritt in den Graben und Tim Stebani (Essen, Opel Corsa OPC) fiel mit einem gebrochenen Kupplungspedal zurück. In der Division 3 setzte sich Lars Mysliwietz (Piesbach) mit seinem Citroen C2R2max durch.
Hessen: Überraschungssieger aus Österreich
Spannende Positionskämpfe folgten beim zweiten DRM-Lauf, der ADAC Hessen-Rallye. Franz Wittmann jr. (Österreich) sicherte sich im Peugeot 207 Super 2000 als Gaststarter den Sieg. Er profitierte dabei auch vom Ausfall seines schärfsten Konkurrenten Matthias Kahle (Skoda Fabia Super 2000), mit dem er sich bis zur zehnten von 13 WPs einen Sekundenfight um die Führung geliefert hatte. Auch der Schlussspurt der schwäbischen Brüder Mark und Sandro Wallenwein (beide Stuttgart) blieb unbelohnt: Mark, mit Co-Pilot Stefan Kopczyk (Heilbronn) im Werks-Skoda Fabia Super 2000 unterwegs, sicherte sich nach den 143,8 Bestzeitkilometern rund um die Burgenstadt Schlitz mit einem Rückstand von 27,5 Sekunden den zweiten Platz. Sein älterer Bruder Sandro platzierte sich im Subaru Impreza auf Rang drei. Mit einem Sieg in der Division 2 eroberte Felix Herbold die Meisterschaftsführung. Mit seinem Honda Civic Type R belegte er auch den hervorragenden sechsten Gesamtplatz. Vor dem dritten Lauf in Sachsen rangierte er mit 44 Zählern auf dem ersten Rang und hatte drei Punkte Vorsprung auf die beiden Wallenwein-Brüder. Der zweite Divisionssieg bescherte Lars Mysliwietz Rang vier in der DRM-Tabelle. Auf den Hessen-WPs war der Saarländer konkurrenzlos schnell: Vom Start weg setzte er sich in Führung, die er bis ins Ziel souverän verteidigte.
Sachsen: Erster Porsche-Sieg der Saison für Dobberkau
Bereits am ersten Abend der AvD-Sachsen-Rallye schlug die Stunde von Olaf Dobberkau. Auf dem Zuschauerrundkurs in der Innenstadt von Zwickau eroberte er die Führung von dem sechsfachen Deutschen Rallye Meister Matthias Kahle. Mit einem Vorsprung von 21 Sekunden vollendete Dobberkau erfolgreich den ersten Tag. Schließlich fuhr er seinen zweiten Sieg in Folge bei der AvD-Sachsen-Rallye ein. Auch Carsten Mohe zeigte von Beginn an in der Division 2, wo der Hammer hing. Souverän führte er seine Klasse vor dem Führenden in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM), Felix Herbold, an. Herbold führte nach der AvD-Sachsen-Rallye mit 61 Punkten vor Lars Mysliwietz (60 Pkt.) und Sandro Wallenwein (59 Pkt.). Neben Felix Herbold erweist sich auch Lars Mysliwietz in der Division 3 mit seinem kleinen Citroen C2R3max als fleißiger Punktesammler. Er konnte bisher bei drei DRM-Läufen drei Mal seine Division gewinnen.
Eifel: Kahle erobert Meisterschaftsführung zurück
Mit seinem zweiten Saisonsieg schaffte Matthias Kahle den Sprung an die Tabellenspitze zurück. Das Skoda-Werksgespann im Fabia Super 2000 setzte sich gegen den Porsche-Piloten Olaf Dobberkau durch, der beim Zieleinlauf in Daun 28 Sekunden Rückstand hatten. Während sich DRM-Rekordmeister Kahle bei der ADAC Eifel-Rallye von der ersten Prüfung an in Führung setzte, durchlebte sein Teamkollege ein Auf und Ab: Mark Wallenwein ging im Skoda Fabia Super 2000 als Fünftplatzierter in den zweiten Rallyetag und konnte sich zeitweise bis auf die zweite Position vorarbeiten. Schließlich musste er sich dem knallroten Prorallye-Porsche aus Thüringen beugen und platzierte sich als Dritter vor seinem älteren Bruder Sandro, der in seinem Subaru Impreza noch einen versöhnlichen Abschluss eines schwierigen Wochenendes feiern konnte.
Vor dem Saisonfinale der DRM bei der ADAC Saarland-Rallye hat sich Matthias Kahle einen kleinen Vorsprung erarbeitet: "In der Meisterschaft haben wir jetzt zwar die Führung übernommen, aber die Entscheidung fällt definitiv erst im Saarland. Das wird ein großer Kampf.“


