Wallenwein weiter im Titelrennen

(Teaminfo) Die ADAC Eifel-Rallye, mit Start und Ziel in Daun, entwickelte sich zu einem knallharten Krimi. Vom 15. bis 17. Juli versammelten sich Deutschlands beste Rallyepiloten zum Schlagabtausch auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen der Vulkaneifel. Das Team von Wallenwein Rallye-Sport schloss die Rallye im Prodrive-Subaru-Impreza erneut als bestes Gruppe-N – Fahrzeug ab und liegt damit weiterhin auf Rang drei der DRM.

Bester Gruppe-N-Pilot in der Eifel: Sandro Wallenwein„Das war eine Rallye voller Probleme. Lediglich die Auftaktprüfung „Samersbach“ verlief für uns völlig sorgenfrei. Im ersten Service stellten wir starken Ölverlust am Motor fest, was zudem drei Zehntel weniger Ladedruck bedeutete. Mit entsprechend weniger Leistung erhöhten wir in den Kurven unsere Risikobereitschaft, um den Zeiten in der Spitzengruppe weitestgehend zu folgen. Bereits in WP 3, der neuen Prüfung „Kelberger Land“, die mit vielen Vollgaspassagen vollste Konzentration erforderte, bemerkten wir nach einer Kuppe Gripp-Probleme. Bei ca. 200 km/h schlug das Fahrwerk in einer schnellen Linkskurve komplett durch und wir zogen über 100 Meter weit vier schwarze Streifen auf den Asphalt. Um wenige Zentimeter entgingen wir einem harten Einschlag in der Leitplanke“, schilderte Sandro Wallenwein sein „Aha-Erlebnis“.

„Wir sind ein Privatteam und können deshalb nicht sämtliche Ersatzteile mitführen. Uns blieb nichts anderes übrig als das Fahrwerk aus unserem Privat-PKW auszubauen. Als das Team von „SG-Sport“ unser Problem bemerkte, stellten sie uns ein Sportfahrwerk zur Verfügung und ermöglichte uns damit die Weiterfahrt. Hiermit möchten wir uns nochmals für die schnelle Hilfsbereitschaft bedanken! Mit viel Bangen und Hoffen erreichte Sandro mit seinem Co-Piloten Marcus Poschner das Ziel in Wertung. Die vierte Gesamtplatzierung bedeutete erneut das beste Resultat eines Gruppe-N-Fahrzeuges. Die Abstände zu den S-2000-Fahrzeugen und den hoch motorisierten Porsche werden immer größer“, erklärt Teamchef Thomas Wallenwein die Sachlage aus seiner Sicht.

Ein kapitaler Motorschaden am Subaru bescherte dem Team eine ZwangspauseNach der Rückkehr nach Stuttgart bestätigte sich der Verdacht eines kapitalen Motorschadens und darüber hinaus muss ein neues Fahrwerk bestellt werden. Somit muss das Duo schweren Herzens seinen geplanten Einsatz bei der eine Woche später stattfindenden Rallye Baden-Württemberg kurzfristig absagen: „Das ist sehr schade, wir wären gerne bei unserer Heimveranstaltung mit am Start gewesen…“, so Sandro Wallenwein sichtlich enttäuscht.

„Wir werden unseren Subaru bis zum Finallauf der DRM wieder auf einen optimalen Stand bringen. Wir liegen noch immer auf dem dritten Rang und haben noch Chancen auf die Meisterschaft. Aus eigener Kraft haben wir mit unserem Gruppe-N-Fahrzeug leider keine Siegchance, daher müssen wir auf Probleme der Konkurrenz hoffen. Doch wir werden alles geben und nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ die Saarland-Rallye am ersten Septemberwochenende in Angriff nehmen,“ blickt Thomas Wallenwein voraus.